Unangenehmes ansprechen

 

Beruflich und privat kommen wir mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Unangenehmes anzusprechen fällt oft nicht leicht. Man will ja nicht der Böse sein. Lieber wartet man ab und belohnt sich für Untätigkeit. Es lohnt sich, immer wieder hinzustehen und für das einzustehen, was einem wichtig ist. Für all diejenigen, die etwas auf dem Herzen haben und nicht wissen, wie sie es dem anderen sagen sollen ist diese 3 stufige Methode.

 

Überblick:

  1. Wahrnehmung = Situationsschilderung
  2. Wirkung = Hervorgerufenes Gefühl
  3. Wunsch = Wunsch, Bitte, Erwartung, Forderung

 

Ausführlich:

 

  1. Wahrnehmung

Wahrnehmen ohne zu bewerten. Teile deinem Gegenüber, mit dem du ein Thema hast, mit:

-Was hast du erlebt?

-Was genau ist geschehen?

-Ich stelle fest, dass Sie…

-Ich habe die Situation so erlebt, dass…

 

Ganz sachlich und konkret anhand von Beispielen schildern, wie du die Situation wahrgenommen hast. Wahrnehmen ohne Bewertung und ohne Interpretation.

 

  1. Wirkung

Wie hat das wahrgenommene auf dich gewirkt? Welche Gefühle löst es bei dir aus? Teile diese dem Gegenüber mit. Formuliere Ich-Botschaften, in denen du mitteilst, wie du dich fühlst.

-Das hat mich beunruhigt, weil ich befürchte das…

-Ich habe Sorge, dass…

-Ich bin irritiert, weil…

-Ich ärgere mich…

-Ich bin deshalb verwirrt/durcheinander/irritiert…

 

Wie kann man sich im beruflichen und privaten Alltag fühlen?

frustriert, gehemmt, irritiert, nervös, betroffen, bedrückt, ärgerlich, enttäuscht, …

 

  1. Wunsch/Erwartung/Bitte/Forderung

Was wünsche ich mir vom Gegenüber stattdessen? Erst habe ich beschrieben, was ich wahrgenommen habe, dann wie es mir dabei erging und nun, was ich mir stattdessen vom Gegenüber wünsche.

-Ich habe die Bitte an dich, dich ab sofort an folgende Vorgabe zu halten….

-Mir ist wichtig das…

-Bitte halten Sie sich an unsere Vereinbarung….

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