Wenn all die Dinge die ich für wichtig gehalten habe, es nicht sind

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Diesen verregneten Sonntag nutze ich, um mich meinem Bücherstapel zu widmen. Endlich ist es wieder kühler. Die Luft riecht nach Regen und beim Blick aus dem Fenster bekomme ich kein schlechtes Gewissen, mich so wenig wie möglich zu bewegen.

Das Büchlein: „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky, habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen und heute in Raketengeschwindigkeit gelesen. Es geht um die Themen, die uns moderne Großstädter in der Arbeitswelt irgendwann alle beschäftigen: „Wenn all die Dinge, die ich für wichtig gehalten habe, es gar nicht sind.“

 

Die Geschichte arbeitet mit drei Fragen:

  1. Warum bist du hier?
  2. Hast du Angst vor dem Tod?
  3. Führst du ein erfülltes Leben?

 

Immer wieder geht es um den ZDE = Zweck der Existenz. Bis hierher ein normales Büchlein über Sinnsuche, die Sinnfrage und das Erkennen von Werten. Auf Seite 96 stieß ich jedoch auf einen Gedanken, der für mich neu war:

„Diejenigen, die ihren ZDE kennen und die tun, was sie möchten, um ihn zu erfüllen, scheinen sehr glücklich zu sein. Sie erleben unerwartete, scheinbar zufällige Dinge, genau dann, wenn sie es am dringendsten brauchen.“

 

Das erinnert mich auch an das Gesetz der Anziehung, oder an Frauen die immer wieder auf den selben Typ Mann reinfallen.

 

Auf Seite 99 stieß ich auf einen Netzwerkgedanken, der scheinbar gerade dann etwas bringt, wenn wir wirklich unserer Leidenschaft nachgehen und andere das erkennen.

„Es ist großartig. Man wird automatisch von ihrer Leidenschaft und Begeisterung für das, was sie tun, angesteckt. Man hat das Gefühl, dass man sie unterstützen möchte.“

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir Mitmenschen, die sich trauen, zu leben wie sie es wollen, inspirierend finden. Zumindest deprimieren sie uns nicht! Von daher unterschreibe ich die Aussage. Wenn wir bei Menschen erkennen, dass sie auf dem richtigen Weg sind, wollen wir ihnen einfach helfen, oder anderen Menschen, die weiterhelfen können, von ihnen erzählen. Wahrscheinlich ist das der ehrenwerteste Netzwerkgrund.

 

Die Geschichte vom Café am Rande der Welt beschäftigt sich auch mit der Frage, ob wir mit unserer Leidenschaft auch genügend Geld verdienen können. Es wird die Theorie vertreten, das wir sowieso zu viel in traurigen Jobs arbeiten und mit dem verdienten Geld konsumieren, um uns bis zum Rentenziel glücklich zu machen. Konsum, Wachstum und Kapitalismus. Um Wachstum zu bekommen, müssen wir alle konsumieren. Das meiste, dass wir kaufen, landet ein halbes Jahr später auf dem Müll. Deshalb mag ich auch keine Geburtstagsgrußkarten. Bis auf das Thema Miete/Wohnraum/Rente, denke ich tatsächlich, dass man mit weniger Einkommen und mehr Sinn, besser durchs Leben geht und die Umwelt schont, weil wohl weniger ressourcenverschwendend konsumiert wird.

 

Jetzt fange ich aber mit dem Buch: „Die Simpsons und die Philosophie“ an. Schlauer werden mit der berühmtesten Fernsehfamilie der Welt : )  Den Buchtipp bekam ich zufällig über einen Radiosender den ich sonst nie beim Autofahren höre.

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