GedankenTausch Blogparade

IMG_1902

Traurige Wahrheit oder schöne Einbildung? Ich folge dem Aufruf von Moteens und nehme an der Blogparade zum Thema Traurige Wahrheit oder Schönfärberei teil.

 

Jahrelang habe ich mich gesträubt, Beiträge für Blogparaden zu schreiben. In 2016 nehme ich wirklich gerne an Blogparaden teil. Wahrscheinlich auch deshalb, weil mir langsam die Ideen für eigene Artikel fehlen und mir eine Blogparade mit vorgegebenen Fragen einen wunderbaren Rahmen liefert.

 

Sollte man vor dem negativen in der Welt die Augen verschließen oder das negative an sich heranlassen?
Wenn ich an das Glückstagebuch aus der positiven Psychologie denke, oder an Theorien, dass die Medien uns auf negative Meldungen konditionieren, dann halte ich es für sinnvoll, sich nicht ständig Nachrichten anzusehen. Ein bisschen informiert halten sollten wir uns schon, sonst können wir nicht mitreden. Durch konsumierte Informationen befriedigen wir auch unsere natürliche Neugier auf die Welt. Wir Menschen lieben Geschichten. Und diese Geschichten, (wenn auch oft negative und unwahre) liefern die Medien.

 

Wann ist die traurige Wahrheit für einen selbst zu viel?

Wenn wir direkt von der traurigen Wahrheit betroffen sind und die traurige Wahrheit das Leben zu bestimmen beginnt.

 

Als Coach interessiere ich mich nicht für die Vergangenheit des Klienten, außer es sind Ressourcen oder Erfolge! Ich brauche nichts über Prägungen zu wissen. Hier helfen mir auch folgende 4 Punkte:

  1. Nicht reparieren was nicht kaputt ist. Meine eigene Welt draußen lassen. Keine Vorannahmen treffen.
  2. Mehr von dem tun, was schon klappt
  3. Aufhören mit dem, was mehrfach nicht geklappt hat. Wie komme ich aus dem Teufelskreis raus?
  4. Wer etwas will, was er noch nie gehabt hat, muss etwas tun, was er noch nie getan hat.

 

Sollte man, um sich selbst zu schützen, einige Dinge ausblenden?

Das erinnert mich an Trauma. Da kenne ich mich zu wenig aus.

Es macht sicherlich Sinn, sich immer wieder zu beruhigen und zusammenzureißen, um sich nicht in etwas hineinzusteigern, vor dem man sich selber bewahren kann bspw. durch 10 mal tief Durchatmen oder Kickboxen.

 

Sollen wir uns selber etwas schönes Eigenes ausmalen, damit die traurige Wahrheit uns nicht vollkommen überfordert? Unbedingt, ich glaube das nennt sich Hoffnung. Oder Fantasie, oder beides. Es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut ist. Vor einigen Jahren starb meine Mutter. Ich habe mich intensiv mit Trauerarbeit auseinandergesetzt. Ich wollte verstehen, wie es Leuten gelingt, über den Verlust geliebter Menschen hinweg zu kommen. Ein Faktor um Trauer zu überwinden, ist der Versuch, an dem Verlust etwas Gutes zu entdecken. Das viel mir lange unglaublich schwer. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, haben sich mein Bruder und ich seit dem Tod meiner Mutter wieder angenähert und stehen uns näher als zuvor. Das ist das Lichtlein, das Positive am negativen.

 

Es gibt nichts Schlechtes, das nicht ein Körnchen gutes in sich hat.

Advertisements