Die Mentor-Technik

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Das NLP-Format Mentor Technik habe ich 2013 in meiner NLP-Master Ausbildung gelernt. Mithilfe eines Mentors, der ein Begleiter oder Förderer ist und ein großes Ja zu dir hat, werden Ressourcen erschlossen. In bestimmten Situationen, in denen wir für uns selber immer wieder keine Lösung finden und dann aus einem ressourcenarmen Zustand nicht herauskommen, eignet sich die Mentor-Technik am besten.

 

Mentoren können aber auch fiktive Figuren wie Pipi Langstrumpf oder Captain Future sein.

 

Für die Mentor-Technik benötigst du eine problematische Situation im eigenen Leben. In dieser Situation warst du verwirrt, hilflos, überfordert. Du willst die Erinnerung an diese Situation und die Schlussfolgerungen (hinderliche Überzeugungen) aus dieser Situation verändern.
Bspw. hattest du beim Einstieg ins Berufsleben große Probleme, das Gelernte aus dem Studium umzusetzen. Schlussendlich musstest du den Job wechseln, weil du den Anforderungen nicht gewachsen warst. Bei neuen Aufgaben im derzeitigen Job erinnerst du dich immer an die schmerzlichen ersten Schritte im Berufsleben, verbunden mit der Angst den neuen Anforderungen nicht gerecht werden zu können.

 

Lege ein Kärtchen, das für ein solches Schlüsselereignis steht, als Bodenanker auf den Boden. Ein Bodenanker fixiert einen Platz im Raum. Durch Bodenanker werden im Coaching innere Anteile, Denk-Positionen und Sichtweisen strukturiert. Eine Vermischung von Denk-Weisen wird verhindert. Durch Bodenanker wird ein Perspektivenwechsel erleichtert.

 

Lege ein Kärtchen als Bodenanker für die Meta-Position auf den Boden. Eine Position, auf der du von oben, außen auf die problematische Schlüsselereignissituation blickst und dich selber mittendrin siehst.

 

Lege ein Kärtchen für einen Ressourcenplatz als Bodenanker auf den Boden, um dir bei Bedarf Kraftquellen zu holen, um mit dem Belastenden besser umzugehen.

 

Finde einen bis drei Mentoren in deinem Leben, die dich entscheidend positiv geprägt haben. Das kann beispielsweise ein Professor sein, bei dem du deine Diplomarbeit geschrieben hast. Oder eine Freundin die Probleme auf der Arbeit ganz locker sieht. Oder ein Rentner, der aus dem Ruhestand heraus einen ganz anderen Blick auf die Arbeitswelt hat.

 

Lege für jeden Mentor einen Bodenanker. Stelle dich auf den Bodenanker und nimm die Position des Mentors (bspw. die Position des Professors) ein. Du spürst dich auf dem Platz auf die Rolle des Mentors ein und sprichst als der Mentor, der für dich selber einen Rat hat. Beschreibe welcher Rat der Mentor für dich selber hat. Du als Professor gibst dir selber für die problematische Situation einen Rat.

 

Wiederhole diesen Vorgang für alle drei Mentoren.
Versuche auf der Meta-Position die Gemeinsamkeiten der Botschaft/Ratschläge herauszufinden.

Dies könnte bspw. sein, dass ein berufliches Scheitern gerade am Anfang des Berufslebens Gold wert ist, weil er vor womöglich größeren später einsetzenden Misserfolgen bewahrt und persönlich reifen lässt.

 

Stelle dich vor die Mentor Bodenanker Kärtchen und versuche die gemeinsame verbindende Botschaft aufzunehmen. Fühle die Hände der Mentoren auf der rechten und linken Schulter. Höre innerlich die gemeinsame Botschaft. Versuche dir die Botschaft als Melodie oder Lichtstrahl in deinem Körper vorzustellen. Lasse das Licht und den Klang in deiner Vorstellung, auf deine eigene Art und Weise, im Körper ausbreiten.  Versuche dir die Botschaft mit allen fünf Sinnen als Ressource zu merken.

 

Spürst du die (Ressourcen-) Botschaft wenn du nun auf den Bodenanker mit dem Schlüsselereignis blickst? Nimm das positive Gefühl (aus der Befragung der Mentoren und Ankerung als Ressource) mit in die Problemsituation. Verändert sich die Wahrnehmung der ursprünglich problematischen vergangenen Situation?

 

Beende die Mentor-Technik mit dem Blick in die Zukunft: Wann wirst du in der nahen Zukunft wieder eine Situation haben, in der es hilfreich sein wird, sich die Botschaft der Mentoren herzuholen? Das könnte, um bei unserem Beispiel zu bleiben, ein neues Aufgabengebiet auf der Arbeit sein oder Change Management Prozesse die für Verunsicherung sorgen.

 

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