Wie du wertschätzend und respektvoll Feedback geben kannst Teil II

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In meiner ersten NLP Ausbildung bekam ich das Feedback, nicht wirklich greifbar zu sein: schwammig. Als schwammig wollte ich nicht wahrgenommen werden. Wer zieht sich schon gern den Schuh an, nicht zu wissen was er will und wer er ist? Erst recht in meinem damaligen auch schon fortgeschrittenen Alter.

Das Gegenteil von schwammig, nicht greifbar ist wohl der Mensch, der sich vorhersehbar wie ein offenes Buch verhält. Auch nicht unbedingt erstrebenswert.

Ich habe mir damals vorgenommen, klar und ohne Konjunktiv (hätte, würde, sollte, könnte) zu formulieren was ich will und was ich nicht will.

Zu Fehlern zu stehen und auch in Krisen sicher aufzutreten lässt einen reifen. Ich verzichte darauf Probleme wegzulachen. Wer sich nicht unterkriegen lässt, wenn ein befristeter Job nicht verlängert wird, oder eine Absage auf ein Vorstellungsgespräch folgt, der zeigt Größe.

Zu wissen, wer man ist, wofür man steht und wie man wahrgenommen werden möchte, hilft diese Größe zu leben. Sich nicht mit den Identitätsfragen zu beschäftigen, bedeutet bei Kritik Schiffsbruch. Selbstbild und Fremdbild stimmen nicht überein. Wer mit Kritik nicht umgehen kann, kommt im Leben nicht weiter. Aber wie lernt man mit Kritik umzugehen?

1.Lasse deinen Kritiker aussprechen

2.Rechtfertige dich nicht

   Verteidige dich nicht

Verteidigungsrhetorik im Kritikgespräch erinnert an Streit im Trash TV

Lass das Gesagte stehen und überlege dir im stillen Kämmerlein, was du davon annehmen willst und was nicht. Zerrede keinesfalls die Kritik, den sie ist auch Feedback, welches dich im Leben weiter bringt. Bedenke: Nicht alles im Kritikgespräch stimmt immer und überall (in jedem Kontext). Das wird dich trösten, wenn es hart auf hart kommt. Ein störendes Verhalten hat in einem anderen Kontext durchaus seine Berechtigung!

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