Das ist alles nur in meinem Kopf

Gestern war ich im Rahmen meines Studiums auf einer Fachtagung und habe an zwei Workshops teilgenommen. Im Workshop über die Zeit und den Umgang mit der Zeit, die einem im Alltag zu kurz erscheint, hatte ich Gelegenheit ein Coaching zu beobachten.

Eine Coaching Methode gestützt auf ein DJ-Mischpult, Geschwindigkeitsreglern und Lautstärkereglern wurde vorgestellt. Mir hat die Metapher vom Mischpult super gefallen und ich mußte unweigerlich an die Submodalitäten aus dem NLP denken. An der ein oder anderen Stelle hätte ich als Coach versucht, über Submodalitäten an den typischen Alltagssituationen zu drehen (Metapher Geschwindigkeitsregler). Rinnt mir die Zeit immer noch so schnell durch die Hände wenn ich mir vorstelle, das ich in langen Arbeitsgesprächen höher sitze als der andere oder mir vorstelle der Raum ist heller/dunkler?

Submodalitäten finde ich eine tolle Sache im Selbstcoaching. Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben und mir soll es gut gehen. Wie kann ich an meiner Wahrnehmung und Vorstellungskraft drehen, um belastende Situationen entlastender zu machen? Es ist alles nur in deinem Kopf wie Andreas Bourani schon singt. Da finde ich Submodalitäten als Mentaltechnik ohne jedes Coaching Format oder Fragetechnik schon sehr hilfreich.

Nachfolgend eine kurze Einführung:

Submodalitäten

Feinstruktur der Wahrnehmung über die Sinneskanäle, Bausteine der Sinne, aus denen jedes Bild, Geräusch oder Gefühl zusammengesetzt ist.

Submodalitäten bezeichnen Unterscheidungen in den Repräsentationssystemen VAKOG (visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch, gustatorisch). Durch Veränderung innerhalb der Submodalitäten von bspw. Helligkeit, Farbe, Lautstärke, Rhythmus verändert sich die Wahrnehmung/das innere Erleben. Die Emotionen und die Einstellung gegenüber dem repräsentierten Inhalt ändern sich durch veränderte Submo­dalitäten.

Beispiele für visuelle Submodalitäten:

Verschwommen, Schwarzweiß, klein, hell, bunt, dunkel, groß, Entfernung,

Beispiele für auditive Submodalitäten:

Rhythmus, Dauer, Ton, nah, hoch, langsam, Tempo, mono, stereo, leise, tief, schnell, fern, Tonhöhe, Tontiefe, Lautstärke

Beispiele für kinästhetische Submodaltiäten:

Ort, Temperatur, kalt, heiß, schwer, leicht, stetig, unterbrochen, Intensität, Dauer

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