Freude am Scheitern auf der Bühne des Lebens Teil IV

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In der letzten Zeit habe ich Artikel über die Fuckup Nights in deutschen Großstädten gelesen und Kurzvideos von Vortragenden gesehen. Dann stieß ich Gestern auf die Scobel Sendung zum Thema: „Aus Fehlern lernen“ (zu finden auf Youtube). Die Sendung musste ich mir unbedingt ansehen, um Infos zu Fehlerkultur und Scheitern aufzusaugen.

Außerdem schaue ich mir bereits die dritte Staffel Girls an. In der Serie wird gezeigt, wie schwierig es ist herauszufinden, wer man ist, was man will und wenn man es dann weiß wie man es bekommen kann. Die Serie bildet die Ziellosigkeit einer Generation ab, die in einer durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gebeutelten und überlaufenen Metropole nach sich selbst sucht und immer wieder scheitert. Ihr seht schon ich hatte viel Inspiration für einen Scheitern Teil IV Artikel. Fehlerkultur, Erfolgsgeschichten und Scheitern gehen Hand in Hand mit Selbstfindung.

Am besten stecken wir Niederlagen weg, wenn es uns gelingt die Niederlage mit Humor zu sehen oder der Niederlage etwas Positives abzugewinnen (es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch für etwas gut ist). Niederlagen mit Humor zu nehmen erinnert mich an Lachyoga. Einmal platze ich in der Ulmer Familienbildungsstätte in einen Lachyogakurs rein, weil die Kursräume auf dem Aushang falsch ausgeschildert waren. Ich machte die Tür auf und alle saßen im Kreis und lachten. Das passierte anderen Teilnehmern auch mit immer wieder den gleichen Lachern. Wie bei einer Comedyserie bei der technisch immer Lacher eingespielt werden, damit man als Zuseher vom lachen angesteckt wird. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob die Kursraumverwechslung nicht sogar gewollt war um Lachgründe für die Lachyogagruppe zu erzeugen.

Wie können wir aus unseren Fehlern lernen, wenn wir sie uns nicht eingestehen? Ich habe versagt, deshalb bin ich noch lange kein Versager ist die Haltung die hilft, aus Fehlern zu lernen, seinen Selbstwert zu behalten und sein Selbstverständnis nicht ins wanken zu bringen.
Meiner Ansicht nach „lebt“ eine Fehlerkultur wenn sich Arbeitsgruppen immer wieder über Fehler austauschen können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Eine Grundannahme im NLP ist, es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback. Feedback ist ein Geschenk, bei dem ich selber entscheiden kann, jetzt oder später, was ich davon annehmen will und was nicht.

Rational betrachtet gilt die Faustformel: Je komplexer eine Tätigkeit ist, desto fehleranfälliger ist sie. Ein Coaching kann dabei helfen Misserfolge zu verkraften und Erfolge zu feiern.

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