Lebenserfahrung und Schreibkompetenz Teil II

IMG_0039Nach längerer Pause habe ich mich wieder dem Kreativ schreiben Buch von Fritz Gesing gewidmet. Mein Eindruck ist der, das Absolventen von Persönlichkeitsentwicklungsausbildungen gut vorbereitet sind, einen eigenen Roman zu schreiben. In meinem Teil I Artikel hatte ich schon darüber geschrieben und einen Haufen Kommentare erhalten über die ich mich freute und die mich zum nachdenken angeregt haben. Wenn ich selber ins Grübeln komme gibt mir das selber Motivation mit dem bloggen weiterzumachen. Jedenfalls bin ich mittlerweile auf Textpassagen gestoßen, die sowohl für Romanautoren als auch für Trainer für Persönlichkeitsentwicklung gelten.

Also alles irgendwie dasselbe oder mit Transferleistung auf andere Bereiche des Lebens anwendbar. Mich freuen solche Erkenntnisse. Wissen verknüpfen und auf andere Bereiche anwenden ist eine wunderbare Kompetenz.

Seite 95 oben:

„Das Immergleiche und Bekannte wirkt rasch monoton, ruft Langeweile hervor und verlangt nach Neuem, und dies gilt inhaltlich wie formal. Hat man sich an Darstellungsformen, Stilrichtungen und modische Themen gewöhnt, benötigt man einen neuen Reiz, ein neues Darstellungsrätsel, eine ungewohnte Form, die allerdings nicht überfordern darf. Tut sie dies, so reagieren wir mit Unverständnis, Unlustgefühl, irritierter Kritik und Abwendung.“

Seite 95 unten

„Es gibt, informationstheoretisch gesprochen, eine Lust an und ein Bedürfnis nach Informationsreduktion, nach Abbau von Komplexität, und das heißt: nach Klarheit, Ordnung, Ökonomie.“

Das merke ich im Alltag wenn ich Mitarbeitern die Reisekostenrichtlinien erklären soll oder selber als Teilnehmer in einem Kurs zu Sozialversicherungsrecht sitze.

Seite 101:

„Das Bedürfnis nach mehr Authentizität zeigt sich ebenso in der Tatsache, dass die Leser ihre Autoren „spüren“ wollen: ihre autobiographische Verstrickung und, darüber hinaus, ihre Ernsthaftigkeit und Wahrhaftigkeit wie auch ihren Willen zur Exaktheit. Daher hört man bei Lesungen noch immer Fragen nach dem autobiographischen Hintergrund eines Erzählwerks“

Viele Persönlichkeitstrainer haben den Leitsatz: walk what you talk. Sie wollen authentisch zeigen, daß sie die Werkzeuge die sie lehren auch selber in den Alltag integriert haben. Und das ist eines der Merkmale an denen jeder für sich einen guten Trainer erkennen kann.

Advertisements