Lebenserfahrung und Schreibkompetenz

IMG_0003Gerade lese ich das Buch Kreativ Schreiben von Fritz Gesing. Ich spiele immer mal wieder mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben, mit viel sehen, hören, fühlen, riechen, aber auch scheitern und durchhalten. Die Themen die mich selber immer wieder beschäftigen. Misserfolge zu verkraften und durchzuhalten auch wenn es schwierig wird, sind Kompetenzen die einen für die Zukunft stark machen. Ich habe zwei Absätze in dem Kreativ Schreiben Buch gefunden, die mich an die Grundannahmen des NLP erinnern. Gleichzeitig denke ich beim Lesen immer wieder: man kann über Persönlichkeitsentwicklungkurse wie NLP-Practitioner und NLP-Master sagen was man will, aber sie schulen die Wahrnehmung, das Beobachten und nicht zu Bewerten, die Achtsamkeit und alle fünf Sinne. Die perfekte Ergänzung zur Schreibwerkstatt.

S. 39 und S. 40:

„Wer schon einmal eine heftige Ehekrise mit Trennung und nachfolgender Schlammschlacht durchgestanden hat, kann leichter und treffender über „Rosenkriege“ schreiben als ein Zölibatär. Und wer zehn (oder mehr) Jahre Berufsleben hinter sich hat, kennt die Realität unserer Gesellschaft besser als derjenige, der nach Schule und Hochschule gleich als freier Schriftsteller reüssiert. Wichtig ist allerdings, dass man seine seelischen Verwundungen verarbeitet hat, dass man eine innere Distanz zu den eigenen Krisen und Konflikten gewinnt. Wichtig ist auch die Gabe der Empathie und der genauen, vorurteilslosen Betrachtung der Welt.“

Eine Grundannahme des NLP ist: Die Landkarte ist nicht das Gebiet. Wir alle haben verschiedene Vorstellungen von der Welt. Jeder Mensch schaut die Welt anders an und jeder kann sich der wirklichen Realität nur annähern. Anders gesagt, jeder sieht die Welt durch eine andere Brille.

S. 56:

„Ein Romanautor sollte – ich kann es nicht häufig genug betonen – nie seine Neugierde und Wissbegier verlieren und sein Weltwissen in möglichst vielen Bereichen erweitern. Auch wenn man einer großen Familie entstammt, selbst eine Familie und viele Freunde hat, wenn man ein aktiver (Großstadt-)Mensch mit zahlreichen Freizeitbeschäftigungen ist, einiges an Schicksalsschlägen erleben musste und zudem in einem oder mehreren Berufen gearbeitet hat, auch dann kennt man nur einen kleinen Ausschnitt aus unserer Lebenswirklichkeit.“

Ein Ziel am Ende eines NLP-Kurses kann deshalb sein, ein Unterhaltungsliteraturbuch zu schreiben. Vielleicht auch als Self Publisher. Ich schreibe einen Roman an meinem Rechner, speichere die Datei in einem Format ab, das kompatibel ist für den Verkauf als eBook. Dann lade ich die eBook Datei bspw. bei Amazon Direct Publishing hoch und umgehe Kosten wie Lektor, Grafiker und die Suche nach einem Verlag. Hat jemand von euch schon ein Buch als Self Publisher veröffentlicht? Ich glaube dass diese Technik die Zukunft sein wird. Nie war es leichter ohne finanzielles Risiko etwas zu veröffentlichen und gesehen zu werden.

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