Positiv-Zielrahmen

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Gestern saß ich mit Freunden beim Wasserpfeife rauchen. Die meisten Themen drehten sich um Studium, Beruf, Karriere und Familienplanung. Ziele im Leben und das Reden darüber, dachte ich. Heute Morgen gingen mir die Pläne meiner Freunde immer noch nicht aus dem Kopf und ich beschloss mich nochmals mit dem Positiv Zielrahmen aus meinem NLP-Practitioner Kurs zu befassen.

P = Positiv formuliert in der Gegenwart und so als ob du es schon erreicht hättest. Gehirngerechte Zielformulierung kommt ohne Verneinung und Konjunktiv aus. Wörter wie abnehmen, nicht mehr, kein, sollte, könnte und alles irgendwie unbestimmte bei der Zielformulierung weglassen. Wird das Ziel mir bringen, was ich wirklich will?

O = Ökologie. Der Kern jeder Zielformulierung. Was ist der Preis, den ich bezahlen muß, damit ich das Ziel erreiche? Wie hoch ist mein Einsatz zeitlich, finanziell und emotional? Was sind die Konsequenzen? Bin ich bereit so viel Aufwand zu betreiben? Ist es das Wert?
Wie stelle ich mir mein Leben vor, wenn ich das Ziel erreicht habe?
Die Vorstellung muß konkret möglich sein und gute Gefühle auslösen. So will ich das = löst Kraft aus.

Kein Ökologie Check ohne die Frage nach Ausnahmen: Mach ich das auch wenn:________________. Wann gilt das Ziel und wann nicht. Das Ziel wird auf Beständigkeit abgeklopft. Die Ernsthaftigkeit des Ziels wird geprüft. Bedenke auch bei der Zielfindung, wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. ;-)

S = Sinnesspezifisch konkret. Das Ziel wird gesehen, gehört und erspürt. Mit allen Sinnen wird überlegt, wie es sein wird, wenn man das Ziel erreicht hat. Was siehst du? Wie fühlst du dich? Wie hört es sich an?

I = Individuell. Das erstrebenswerte Ziel ist in meiner individuellen Kontrolle. Mein Ziel hängt nicht vom wollen anderer ab. Wenn ich bspw. will das meine Kunden freundlicher sind, werde ich das kaum erreichen. Ich kann mir als Ziel aber eine Strategie oder ein Verhalten überlegen, damit ich mit dem Verhalten der anderen besser klar komme. Formuliere dein Ziel so, dass die Erreichbarkeit in deiner eigenen Kontrolle liegt.

T = Testbar. Woran merke ich wenn ich das Ziel erreicht habe? Bei persönlichkeitsorientierten Zielen ist es schwierig Sachen zu messen. Da ist es dann wichtig, Kriterien für den Wachstumsprozess zu definieren. Bspw. wenn ich es schaffe den Job nicht hinzuwerfen unter zwei Jahren Verweildauer, dann hat es mir geholfen an mir zu arbeiten.

I = Interessant. Das Ziel interessiert mich brennend. Ansonsten ist das Ziel vielleicht eine Notlösung oder ein Weg aus mangel an Alternativen.

V = Visionär. Wofür steht das Ziel? Was steckt hinter dem Ziel? Vielleicht noch ein viel größeres? Hier stellt sich auch immer die Sinnfrage. Was gibt dem Leben und den Tätigkeiten wirklich Sinn. Und dennoch passiert es: Nicht alles was man im Leben tut, muß immer nützlich sein.

 

 

 

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